Jäger beim Camp des Jugendrotkreuzes

Beim diesjährigen Zeltlager des Jugendrotkreuzes MSP in Detter bei dem ca. 120 Kinder und Jugendliche von 6 bis 16 Jahren eine Woche Zeltfreizeit verbrachten, hatte der Bayerische Jagdschutz und Jägerverband Lohr a. Main den traditionellen Aktionstag mit dem Motto „Lernort Natur“ übernommen.

Die Jäger hatten unter der Leitung ihres Vorsitzenden Siegfried Wegmann mehrere Events mit jagdlichen Darbietungen organisiert.

Nach dem Jagdhornsignal der Bläsergruppe "Begrüßung" zeigten die Familien Rauch / Werthmann 6 handzahme Iltisfrettchen, die normalerweise zur Jagd auf Kaninchen benutzt werden. Die gezeigten Frettchen waren so zahm, dass sie den Kindern in die Ärmel ihrer Anoraks oder Kapuzen krochen. Die Kinder konnten die Tiere streicheln und mit ihnen spielen. Mehrere Kinder wollten so ein Tier mit nach Hause nehmen, was natürlich nicht möglich war.

Weiter ging es mit einer Jagdhundevorführung mit einem rauhaarigen Deutsch Drahthaar. Walter Franz aus Adelsberg zeigte mit seinem Vorstehhund mehrere Apportier- und Gehorsamsübungen.

Dann kam Manfred Höfling aus Langenprozelten mit seinen beiden englischen Labrador Retriever-Apportierhunden. Bei beeinduckenden Bringvorführungen, gelenkt nur mit Handzeichen, fanden sie mit traumhafter Sicherheit die zuvor ausgelegten Apportierdummies. Dass die Hunde in jeder Phase dieser Übungen auf Pfiff ein korrektes "Down" zeigten oder abrufen ließen begeisterte auch die anwesenden Jäger.

Nach dieser Demonstration boten die Jagdhornbläser wieder mehrere Signale dar, und erklärten den Sinn der Jagsignale, die in einer Zeit entstanden sind, als es noch keine Handys gab und man mit diesen Signalen auf der Jagd kommunizieren musste.

Die Jäger hatten auch Wildtierpräparate mitgebracht. So standen neben den Zelten ein Wildschwein, eine Rehbock und ein Fuchs und viele Kinder staunten, wie groß doch so ein Wildschwein ist, wie zart sich ein Fuchsbalg anfühlt und wie spitz das Rehbockgehörn ist.

Alle Kinder durften versuchen, einem Jagdhorn Töne zu entlocken, was zeitweilig der Geräuschkulisse einer wütenden Elefantenherde glich und ungeahnte Begeisterung auslöste. Staunende Blicke durch die vorhandenen Ferngläser und Zielfernrohre boten den Kindern ganz neue Ein- und Ausblicke.

Das Highlight aber war nach dem Abendessen die Vorführung der beiden Falkner des Falknerhofes Ronneburg ( auf Burg Ronneburg / Hanau - www.falknerei-ronneburg.de ), die mit 3 lebenden Greifvögeln angereist waren. So zeigte sich der Bussard – ein nordischer, sehr heller Vertreter seiner Art - sehr unwirsch über die Streichelversuche der Kinder.

Majestätisch dagegen wirkte der mitgebrachte Seeadler mit seiner Flügelspannweite von nahezu 2 Metern und einem Furcht einflößenden Hakenschnabel. Leider konnten keine Flugvorführungen gezeigt werden, da es mittlerweile schon spätabends war und die Vögel das Gebiet überhaupt nicht kannten. Das Risiko, dass sie erst am nächsten Tag zurückkommen war zu groß.

Als Abschluss wurde ein junger Turmfalke gezeigt, der sehr lautstark mitteilte, dass er hungrig war. Er wurde auf der Hand gefüttert und demonstrierte eindrucksvoll, wie ein Greifvogel seine Beute gegen andere hungrige Blicke mit den Schwingen abschirmt (mantelt).

Nun bliesen die Jagdhornbläser noch einige Signale zum Abschluss und verabschiedeten sich von den Kindern.

Zuletzt bedankte sich der Leiter des Jugendrotkreuzes Dominik Herber und seine 17 Betreuer bei den Akteuren und besonders bei den Jägern des Jagdverbandes Lohr a. Main.

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