Nachsuchenführer organisieren sich !

Im Bereich von Spessart und Odenwald treffen die drei Bundesländer Bayern, Baden-Württemberg und Hessen aufeinander. In jedem der drei zugehörigen Landesjagd- verbände sind Nachsuchenführer organisiert. Allerdings stellte sich in den letzten Jahren vermehrt heraus, dass ein gegenseitiger Erfahrungs- und Wissensaustausch nur im kleinen Rahmen stattfand.

Des weiteren zeigte sich, dass im Rahmen der herbstlichen Bewegungsjagden häufig bekannte Nachsuchengespanne, da selbst ausgebucht, manchen Jagdleitern Absagen erteilen mussten. Dies führte zu Engpässen in einer notwendigen und möglichst flächendeckenden Versorgung der Jägerschaft mit erfahrenen Hundeführern. Für manchen Jäger, oder Leiter einer Gesellschaftsjagd war es schwierig , selbst bei frühzeitiger Suche, Nachsuchengespanne für die notwendigen Arbeiten zu organisieren. Teilweise dramatische Züge nahmen zusätzlich die zahlreichen kurzfristigen Anfragen an. Nachsuchen mussten verschoben werden, häufig fanden die Arbeiten unter Zeitdruck statt, manche Hundeführer legten sehr weite Wegstrecken zurück.

Um das Nachsuchenwesen organisatorisch und fachlich im Bereich des Spessarts und nördlichen Odenwaldes im Sinne der Waidgerechtigkeit und zur Erleichterung für die Jägerschaft zu verbessern, haben die beiden Nachsuchenführer FOI Chr. Rietz-Nause aus Marjos und Dr. G.Fellmer aus Wertheim am 09. Oktober 2004 ein erstes informatives Treffen organisiert, zu dem die Hundeführer aus einem Radius von ca. 100 km nach Lohr a. Main eingeladen waren.

Es wurde das Konzept einer zentralen Datenbank vorgestellt, die der Jägerschaft eine möglichst umfassende und aktuelle Übersicht der Hundeführer ( untersch. Rassen ) bieten soll. Ziel ist, zu erreichen, dass die Jagdleiter und Jäger jederzeit und möglichst einfach ein Nachsuchengespann über die Datenbank zu Hilfe rufen können.

Diese Auflistung soll über die Hundführer selbst, die Hundeobleute und Kreisjägermeister an die Jägerschaft ausgegeben werden. Ebenso sind Anfragen bei den beiden Organisatoren möglich. Über das Internet wird die Auflistung ebenfalls abrufbar sein.

Weitere Anliegen und Perspektiven wurden bei dem Treffen thematisiert :

  • es soll Einfluss auf die Jagdleiter genommen werden, sich frühzeitig um Nachsuchenführer zu bemühen
  • durch die Hundeführer soll die Einsicht bei Jagdausübungsberechtigten gewonnen werden, sich an schriftliche Wildfolgevereinbarungen zu beteiligen
  • die Problematik des Versicherungsschutzes des Nachsucheführers soll der Jägerschaft verdeutlicht werden
  • intern soll der Erfahrungsaustausch bei weiteren Treffen vorangebracht werden
  • fachliche Themen sollen zukünftig für eine Angleichung der Nachsuchenarbeit dienen

Kontakte :

Chr. Rietz-Nause,  Tel. 06660-327,  email: rietznause@aol.com
Dr. G.Fellmer,  Tel. 09342-22577,  email: info@dr-fellmer.de

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